Warum die Schnittstelle entscheidend ist
Zeitwirtschaft erzeugt die Basis für die Lohnabrechnung: geleistete Stunden, Zuschläge, Fehlzeiten. Ohne Integration werden diese Daten manuell übertragen – fehleranfällig und aufwendig. Eine Schnittstelle (Datei-Export oder API) automatisiert den Lohnlauf.
DATEV, SAP und Lohnbüros
In Deutschland ist DATEV verbreitet, häufig über externe Steuerberater. Größere Unternehmen nutzen SAP, der Mittelstand Systeme wie Sage, Addison oder Lexware. Prüfen Sie, ob Ihr konkretes Abrechnungssystem unterstützt wird.
Datei-Export vs. API
Ein standardisierter Lohn-Export (z. B. DATEV-Lohnschnittstelle) genügt vielen Betrieben. Echtzeit-Szenarien oder tiefe Integrationen profitieren von einer offenen API.
Welche Daten an die Lohnabrechnung übergeben werden
Übergeben werden in der Regel geleistete Arbeitsstunden, Mehrarbeit und Überstunden, Zuschläge (Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit), Abwesenheiten wie Urlaub und Krankheit sowie Saldo-Stände aus Arbeitszeitkonten. Wichtig ist eine korrekte Zuordnung zu Lohnarten, damit die Entgeltabrechnung ohne Nacharbeit läuft.
Ablauf des Lohnlaufs ohne Medienbruch
Im Idealfall stößt die Zeitwirtschaft zum Abrechnungsstichtag einen Export an, der direkt in DATEV, SAP oder das Lohnbüro eingelesen wird – ohne Abtippen. Plausibilitätsprüfungen und ein Korrekturworkflow vor der Übergabe verhindern, dass fehlerhafte Zeiten in die Abrechnung gelangen.
Worauf bei der Auswahl achten
Prüfen Sie, ob Ihr konkretes Abrechnungssystem unterstützt wird, ob das Lohnarten-Mapping anpassbar ist, wie Korrekturen rückwirkend behandelt werden und ob Export oder API zu Ihren Abläufen passen. Im Steckbrief jedes Systems sind die unterstützten Lohn-/Abrechnungssysteme und das Vorhandensein einer API ausgewiesen.