Glossar
Stempeluhr / Stechuhr
Die Stempeluhr ist der klassische Vorläufer digitaler Zeiterfassung: Beschäftigte dokumentieren Kommen und Gehen durch Abstempeln einer Karte – heute meist ersetzt durch Terminals und Apps.
Die mechanische Stempeluhr (Stechuhr) prägte über ein Jahrhundert die betriebliche Zeiterfassung: Beschäftigte stempelten ihre Kommt- und Geht-Zeiten auf eine Stempelkarte, die Lohnbüros manuell auswerteten. Der Begriff lebt im „Stechuhr-Urteil" des EuGH (2019) und in der Alltagssprache weiter.
Moderne Nachfolger sind Zeiterfassungsterminals mit RFID-Karte, Chip oder Fingerabdruck sowie mobile und browserbasierte Erfassung per App oder Weboberfläche. Die Buchungen fließen in Echtzeit in das Zeitwirtschaftssystem, das Salden, Zuschläge und Prüfungen automatisch berechnet – manuelle Übertragung und Rechenfehler entfallen.
Bei der Ablösung einer alten Stempeluhr lohnt der Blick auf die Prozesse dahinter: Wer nur das Stempeln digitalisiert, aber Korrekturworkflows, Genehmigungen und Auswertungen weiter manuell erledigt, verschenkt den größten Teil des Nutzens.
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