Glossar
Lohnschnittstelle / Payroll-Integration
Die Lohnschnittstelle übergibt bewertete Zeitdaten – Lohnarten, Zuschläge, Fehlzeiten – aus der Zeitwirtschaft an die Entgeltabrechnung, ohne manuelle Doppelerfassung.
Die Lohnschnittstelle ist die Verbindung zwischen Zeitwirtschaft und Entgeltabrechnung: Erfasste und bewertete Zeiten werden in Lohnarten übersetzt (Normalstunden, Überstunden, Nacht-/Sonn-/Feiertagszuschläge, Fehlzeiten mit Entgeltfortzahlung) und periodisch an das Abrechnungssystem übergeben – klassisch als Datei im vorgegebenen Importformat, zunehmend per API.
Die fachliche Kernarbeit steckt im Lohnarten-Mapping: Welche Zeitart wird unter welchen Bedingungen zu welcher Lohnart, mit welchem Faktor, steuerfrei oder steuerpflichtig? Dieses Regelwerk gehört zu den aufwendigsten Teilen jeder Zeitwirtschafts-Einführung und sollte gemeinsam mit der Entgeltabrechnung (intern oder Steuerkanzlei) spezifiziert und mit Echtfällen getestet werden.
Bewertungskriterien für die Praxis: unterstützte Zielsysteme (DATEV, SAP HCM/SuccessFactors, Sage, Lexware u. a.), Korrektur- und Nachberechnungsfähigkeit für bereits übergebene Perioden, Protokollierung der Übergaben und die Frage, ob die Schnittstelle zertifiziert bzw. vom Abrechnungsanbieter freigegeben ist.
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